O Du Glanz der Abendsonne,
der hinab dort steigt,
leucht’ des Lebens letzter Wonne,
da mein Weg sich neigt!
Frohe Lieder durft‘ ich singen,
hab‘ das Glück geschmeckt,
doch in manchem heißen Ringen
hat mich Schmerz erschreckt.
Freud‘ und Leid gab mir das Leben,
wechselnd war sein Lauf.
Ihr konnt‘ treue Lieb’ ich geben, —
dann nahm Gott sie auf.
Ach, wer weiß, wann‘s mag geschehen;
auf des Herren Wink
werd’ ich still zur Ruhe gehen, —
Sonne, dann versink‘!
©️ RKS 2018
Dieses Gedicht wurde in der Anthologie (Jahrbuch) der „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“ des Jahres 2018 veröffentlicht. Die hier gezeigte Version ist eine leichte Überarbeitung.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen