18.10.25

WINTERLICHER KUMMER

 

Ich wandle hier auf still verschneiten Pfaden,
das Eis glänzt silbern auf dem kleinen See.
Wie muss ich mich der Tränen heiß entladen,
da ich zum ersten Mal alleine geh‘. 


Wie sind wir gern gemeinsam hier gegangen!
Wir tauschten Küsse aus und Blicke viel;
jetzt nimmt die Sehnsucht mir das Herz gefangen. — 
Ich gehe ohne Dich. Und ohne Ziel ...


©️ RKS 2019 



Dieses Gedicht wurde in der Anthologie (Jahrbuch) der „Frankfurter Bibliothek“ der 

Brentano-Gesellschaft des Jahres 2020 veröffentlicht. 

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