2.9.25

ZUR NACHT IM GEBIRGE

(im Volkston)


Der Berg verdeckt das letzte Licht,

längst schummrig ist‘s im Tal,

des Waldes grünes Angesicht

verschwimmt und ist ganz fahl. 


Der Mond sichelt den Himmel auf,

dumpf klingt der Glocke Schlag, 

die Dunkelheit in stetem Lauf

ummantelt schwarz den Tag. 


Gar mancher sagt Gott seine Not,

auch was ihn sonst noch traf,

dankt demutsvoll für Tag und Brot,

und fleht um milden Schlaf. 


Im Riede seufzt ganz leis‘ der Wind,

streicht über Busch und Baum,

und schlafend fliegt wohl Kind um Kind

still lächelnd in den Traum. 


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