2.9.25

WAS DICHTER TUN

 

Worte aufsammeln oder pflücken,

sie runderneuern, aufpolieren,

dann Moos ansetzen und

gepflegt verwittern lassen,

Mond und Sterne schon am 

hellerlichten Tag erkennen, und

die Sonne nachts noch sehen,

Gefühle riechen und Stimmungen

ertasten, Bilder ohne Pinsel,

Leinwand oder Papier malen, 

mit grellen Farben schreiben,

und sie ins Pastell gleiten lassen,

die Welt, das Leben und den Tod 

erkunden, forschen was dahinter kommt,

Gedanken befreien, die in uralten 

Pergamenten ihr Dasein fristen, 

andere Welten zu uns holen

aus Zeit und Raum und sonstwoher,

und das Ungehörte, Ungesagte, 

Geheime und Geheimnisvolle mit

kräftigen Flügeln heimwärts tragen,

und zu allem ein Fünkchen 

der eigenen Seele hinzugeben. 


©️ RKS 2025 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen