Ein Herz und eine Seele waren wir,
zwei Leiber, doch ein einz‘ger Geist;
ich kann von Deinem Tode nicht genesen.
Mich hat die Einsamkeit für sich erlesen
als Du ins Jenseits bist gereist,
und nun zerfällst in stillem Grabe hier.
©️ RKS 2018
Lyrik — Liebe, Schmerz, Glück Leben, Tod und die Frage nach dem Sinn. Prosa — Phantasie und Realität verschwimmen zu Geschichten, manchmal ganz ohne Realität. Über beide — Lyrik & Prosa — kann man nachsinnen, sich hineinfühlen. Alte und neue Sprache — alles, was die Worte hergeben. Und der Leser erweckt alles erst zum Leben. Herzlich willkommen! Robert K. Staege
Ein Herz und eine Seele waren wir,
zwei Leiber, doch ein einz‘ger Geist;
ich kann von Deinem Tode nicht genesen.
Mich hat die Einsamkeit für sich erlesen
als Du ins Jenseits bist gereist,
und nun zerfällst in stillem Grabe hier.
©️ RKS 2018
Oft gingen wir spazieren
dort an des Flusses Saum.
Im Sommersand Dich spüren
und lieben, welch ein Traum!
Wie still die Wasser rinnen
hin in das ferne Meer,
so eiltest Du von hinnen;
mein Leben wurde leer.
Nun herbstlich Winde klingen
in Bäumen über mir.
Ich weine leis, — ihr Singen
ist wie ein Gruß von Dir.
© RKS 2018
Du bist heut‘ so still verschieden.
Ach, mein Herz ist gramerfüllt,
findet Ruhe nicht, noch Frieden,
nichts, was diesen Kummer stillt.
Es durchbittert mir den Sinn,
dass ich ohne Dich nun bin.
Tränen netzen mir die Wange,
da ich weine heiß und lange.
© RKS 2018
(abab acac adad)
Mein Herz ist mir so wund und schwer,
als plagte es ein Traum.
Ich fahr' durch Berge hin zum Meer,
und seh' die Landschaft kaum.
Den Sinn bedrückt Erinn'rung sehr;
einst reist' ich hier mit Dir.
Der Platz an meiner Seit' ist leer,
ich bin so einsam hier.
Wo nehme ich den Trost jetzt her,
der meinen Kummer stillt?
Gedanken steigen mehr und mehr, —
der Tränenborn, er quillt.
©️ RKS 2018
(Vierzeilig, vierstrophig, umarmende Reime)
Die Trauer brennt in mir,
sanft rauscht‘s vom Meeressaum.
Die Drossel singt im Baum,
ich sitz’ voll Sehnsucht hier.
Das Denken geht zurück,
wie glücklich ich einst war,
so viele, schöne Jahr‘
mit Dir in trautem Glück.
Heut’ scheint der Mond so fahl
dort an des Himmels Höhe.
Ach, mir ist ja so wehe
in meines Herzens Qual!
Die Trauer brennt in mir,
sanft rauscht‘s vom Meeressaum.
Die Drossel singt im Baum.
Ist es ein Gruß von Dir?
©️ RKS 2018
Geschrieben in Erinnerung an meine erste Frau, die 1997 starb, und deren Geburtstag heute wäre.