7.5.26

DIE GESCHICHTE DER WELT II

 Halittar haske



Der Einzige, der Ewig-Ungenannte, sprach zum Geist des Wortes, welcher selbst Wort war: „Teile mein Licht!“ Und es erschien ein großes Licht, das durch die noch formlose Welt eilte. Und so schied das Wort Dunkel und Licht. 


Da teilte der Geist des Wortes, welcher selbst Wort war, das Licht des Einzigen, Ewig-Ungenannten, in das Licht der Höhe und das Licht der Tiefe. Und er sprach: „Das Licht der Tiefe sei ein Abbild des Lichtes der Höhe, welches das wahre Licht des Einzigen, Ewig-Ungenannten, ist, das niemand durchdringen und ergründen kann!“ Da begann das Licht der Tiefe zu leuchten wie das Licht der Höhe, jenes Licht des Einzigen, des Ewig-Ungenannten, das seit jeher leuchtete. 


Der Geist des Wortes, welcher selbst Wort war, schuf einen großen Fels, warf ihn machtvoll in die Höhe und befahl ihm, dort zu bleiben, damit er das Licht der Nacht werde. 


Er schied die Lichter der Tiefe in das Licht des Tages und das Licht der Nacht. Und damit der Fels des Nachts nicht alleine war, gesellte er ihm die Sterne zu, dass sie ihm von der Ferne des Tages den Weg wiesen, denn sie zählten zu den Lichtern des Tages, und sollten Nacht und Tag verbinden, wie das Licht der Höhe mit dem Einzigen, Ewig-Unbenannten, von Anfang an verbunden war. 


Und an das Licht der Tiefe band das Wort das Wesen der Zeit, dass man am Lauf des Lichtes zugleich den Strom der Zeiten erkennen sollte. Dem Tag und der Nacht entfließt die Zeit, und am Licht der Tiefe sollte sie erkennbar sein. 


Das Licht der Höhe jedoch kann die Zeit, 

welche an das Licht der Tiefe gebunden ist, 

nicht berühren, denn es ist das wahre Licht 

des Einzigen, Ewig-Ungenannten, der vor und jenseits aller Zeit ist und war und sein wird. 



Anmerkung des Übersetzers: 

„Halittar haske“ bedeutet in etwa ‚Die Erschaffung des Lichtes‘.


Es ist teils schwierig, die volle Bedeutung der Worte in der Ersten (oder Alten) Sprache wiederzugeben, da sie seit ,Whakararuraru‘, der „großen Verwirrung“ nicht mehr gesprochen wird. Bei vielem ist der Übersetzer auf Vermutung und Intuition angewiesen, was seine Arbeit anfällig macht für Fehler. Das möge der Leser beachten. 


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