16.1.26

BEIM EINSCHLAFEN

 

Mir scheint, dass unstet flackert das Licht,

ich verfalle ins Stammeln und Beten …

Die Zeit verwelkt schon, — warum will nicht 

der Schlaf meine Kammer betreten? 


In zitterndem Wachen wird gar mir so bang, 

und es schwinden die Grenzen zum Traume,

aus lichtlosen Tiefen ertönet ein Klang,

so als stünden Dämonen im Raume …


Ein Gedanke verhilft nun tröstlich und mild

meinem Geist zu den rettenden Schwingen,

denn ich rufe ein Frieden spendendes Bild

in das Herz mir mit mutigem Singen …


Nun nähert befreiend sich endlich der Schlaf,

mir schließen sich gnädig die Lider,

und was mich an Ängsten und Schrecken je traf,

ist verschwunden und kehret nicht wieder. 


©️ RKS 2026 


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