Letztes Licht des Tages noch
tief in die Augen gesogen
schon quillt aus allen Ecken
zum Dunkel der Nacht sich mehr
und mehr verdichtender Dämmer
Helles ist nicht mehr zu erfassen
und auch die Nacht zerrinnt
zwischen meinen Fingern ohne
Rand ohne Kontur und Ufer
vom Dunkel selbst letzte Brücken
überspült vom Undurchsichtigen bedrückt
Liege im Nebel des Ungreifbaren
an deiner Seite und wir sind allein
jeder in sich und der Nacht
treiben wir konturlos traumlos
unbegrenzt durch die stumme Zeit
während das Dunkel sich
einem Paravent gleich oder
eher wie ein Riegel vor
unseren Horizont legt
Schier endloses Warten
auf das Lichten der Schatten
am Morgen
©️ RKS 2026
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