17.12.25

UNGLÜCKLICH

 

Bin in mancher stillen Stunde, 

angetrieben von Verlangen, 

seufzend vor mich hin gegangen 

dort im kühlen Wiesengrunde. 


Saß verzaubert wie im Traume, 

unablässig dein gedenkend, 

alle Sinne zu dir lenkend, 

lang oft unterm Lindenbaume. 


Doch vergeblich war mein Wähnen; 

du bist lang wortlos fortgegangen.

Was mir blieb, war mein Verlangen,

— und der Heimweg unter Tränen. 


©️ RKS 2021 




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