Leb wohl, mein liebes Kind!
Als man in schwerster Stund'
Dich still hat fortgetragen,
da konnte ich's nicht sagen,
mein Herze war so wund.
Leb wohl, mein liebes Kind!
Du ruhst in Gottes Arm,
bist in des Himmels Fernen.
Ich wandle unter Sternen
und bin noch voller Harm.
Ich segne Dich, mein Kind!
Das war mein letztes Wort,
ich sprach es voller Liebe.
Und wenn ich einst zerstiebe,
dann sehen wir uns dort.
© RKS 2018
* Joseph von Eichendorff (1788 - 1854) betitelte so
eine Serie von 10 Gedichten. Das letzte Gedicht dieser
Serie hat mich zum vorliegenden Versuch angeregt. Ich
gebe zu, heftig abgekupfert zu haben.
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