25.10.25

UNÜBERWINDLICH

 (Vierzeilig, 6 Strophen, umarmende Reime, durchgehend stumpfe Kadenz)


Mein Herze, wank‘ und zage nicht,

ob tausend Wolken zieh‘n daher,

ob stürmisch braust das wilde Meer, — 

sei Du der Fels, der Wogen bricht!


Oh Herz, sei ruhig, denn Du trägst

in Dir ja beides, Schmerz und Glück,

selbst wenn ein wütendes Geschick

Dich trennt von ihr, für die Du schlägst!


Wie weit entfernt sie immer sei,

sie bleibt Dein einzig Glück, Dein Gut,

und weil Dir eigen starker Mut,

bricht Dich kein Schicksal je entzwei. 


Auf ewig wird sie in Dir sein

in Schmerz und Glück, in Leid und Lust,

selbst wenn Du alles lassen musst, —

ihr gilt Dein Pochen ja allein. 


Drum, Herze, schlag‘ nur froh und leicht, 

selbst wenn der Himmel dunkel wär‘,

wenn um Dich brüllt’ der Hölle Heer, —

Du bist der Fels, der niemals weicht!


Durch Deiner Liebe Macht allein

wirst Du für alle Ewigkeit,

in allem Glück und jedem Leid,

allzeit unüberwindlich sein. 


© RKS 2018

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