Wie lieb‘ ich es, mein stiller, dunkler See,
wenn es der Ostwind wagt, dich anzuhauchen,
und ich am Ufer sinnend mich ergeh‘,
in deines Zaubers Tiefe einzutauchen!
Hier lagern Bäume, Moos und Felsen nur,
man hört kein Lärmen, und vernimmt kein Streiten,
weil nur das sanfte Tönen der Natur
verschönt im Waldesgrün die Einsamkeiten.
Die Buchen spannen sich wie Wände aus,
und Fichten still und voller Würde ragen
rings um dich her, um wie in Gottes Haus
den Säulen gleich, dein Himmelsdach zu tragen.
Wie magisch bist in Waldesnächten du,
geheimnisvoll, ein Buch mit tausend Siegeln,
wenn sich in dir voll tiefer, ernster Ruh‘
der Mond und alle Sterne silbern spiegeln!
©️ RKS 2022
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