(3 Strophen, Vierzeiler, Kreuzreime, stumpfe Kadenz)
Verflogen ist des Sommers Pracht,
es schweiget schon die Nachtigall.
Fahl naht sich nun die Herbstesnacht
mit Nebelgrau und Blätterfall.
So fliegt auch hin des Lebens Tag, —
schon spür‘ ich einen kühlen Hauch.
Ich weiß, in meiner Seele trag‘
ich Blätterfall und Nebel auch.
Die Zeit entflieht, es wächst die Last,
mein Grün verwelkt zu dürrem Laub;
bin kurz nur auf der Erde Gast, —
und bald auf ewig Sternenstaub.
©️ RKS 2021
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