25.9.25

BEDENKENLOS

 (Vierstrophig, 10-/6-zeilig, Paarreime)


Ich geb‘ Dir zu eigen

mein Reden, mein Schweigen,

ohn‘ Zögern und Schwanken

auch alle Gedanken,

mein Hoffen und Sehnen,

die Freuden, die Tränen,

die Wünsche und Ziele

und alle Gefühle

will gern ich Dir schenken

ohn‘ jedes Bedenken. 


Was tief in mir stehet, 

was je ich erflehet

vom göttlichen Walten,

was sich mag entfalten,

das Gute, die Fehle,

sogar meine Seele

in Glück und in Leid,

auch all meine Zeit

will ohne Bedenken

ich gerne Dir schenken. 


Mein Haben und Sein

sei Dein ganz allein!

Im Leben, im Sterben,

in Glück und Verderben,

sollst jegliche Gaben

nur Du, Liebste, haben. 


Die Nähe, die Ferne,

gar Sonne und Sterne,

den Mond und die Erde

und was je noch werde,

will gern ich Dir geben,

denn Du bist mein Leben. 


© RKS 2018

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