5.8.25

NACHT WIRD‘S

 (in umarmenden Reimen)

Leise hemmt ein zarter Wind

nun der Vögel letzten Flug,

wie ein reiner Atemzug,

welchen haucht ein müdes Kind. 


Sanft der Tag dem Dunkel weicht,

und es zieh’n dort in der Ferne

vor den Glanz der ersten Sterne

Nebelschleier, dünn und leicht. 


Seufzen aus dem Riede bricht,

Blätter sich im Winde regen,

silbern glänzet auf den Wegen

still des bleichen Mondes Licht. 


©️ RKS 2022 

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