2.8.25

HEIMLICH

 (in einer Sommernacht)


Wir schlichen mit klugem Bedacht

aus dem Licht, der Menschen Gewühle,

zu zweit in die trauliche Kühle

der sommerlich blauschwarzen Nacht. 


Wir suchten ein zärtliches Glück 

und wollten der Welt es verhehlen,

wir bangen und schmachtenden Seelen. —

Die Nacht aber sah jeden Blick. 


Was Sternenlicht auf uns gehaucht, —

das Schöne, das Ewige, Reine, —

wir genossen’s im silbernen Scheine 

in süßliche Düfte getaucht. 


©️ RKS 2019 

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