5.8.25

DAS INNERE KIND

 

Manchmal liegt es

auf einer Blumenwiese, 

und träumt sich in die Wolken. 


Manchmal sitzt es

im Dunkel der Nacht, 

und träumt sich in die Sterne. 


Manchmal steht es

am Rand des Meeres, 

und träumt sich ins Weite. 


Manchmal kommt es

mit zerfetzten Kleidern und

aufgeschrammten Gliedern heim,

und träumt von neuen Abenteuern. 


Manchmal weint es

und sehnt sich nach Trost. 


Manchmal schreit es

und sehnt sich nach Ruhe. 


Manchmal schweigt es

und sehnt sich nach Worten. 


©️ RKS 2021



Dieses Gedicht wurde in der Dezember-Ausgabe des Jahres 2021 der Literaturzeitschrift 

„eXperimenta - Magazin für Literatur, Kunst und Gesellschaft“ abgedruckt. 

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