24.10.26

EPITAPH FÜR DIE ELTERN

 

Es kamen jene Tage,

schwankend zwischen

Sonne und Nebel,

an denen man euch einzeln

an der Hand nahm,

euch hinführte in jene 

schmerzhafte Verborgenheit. 

Seither lebt ihr in mir,

Gestirne an der dunklen Wand

meiner Seelenkammer, 

seid nicht in der Zeit, 

aber im Herzen, 

seid lebendige Erinnerung. 

Und mit euch lebt in mir 

das Gedenken, dass ihr einst

Lichter des Lebens wart,

als der kalte Hauch des Todes

mich in Dunkelheit hüllte,

und ins Schweigen drängte. 


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