3.3.26

EINES MORGENS IM MÄRZ

 
Noch liegt die Welt 
friedlich eingerollt da. 
Im frühen Licht
lehne ich sinnend
am Stamm eines alten
Wortes und betaste
die brüchige Borke. 

Hier ist es jetzt noch still,
nur aus den Zweigen
rieselt ein sanftes Wispern. 
Ein paar Silben haben 
sich im Geäst verfangen,
und baumeln hilflos 
weit über mir. 

Die Frühlingssonne 
geht einfach wortlos 
darüber hinweg. 
Mein Lächeln sucht
nun vorsichtshalber 
den Schatten auf. 

©️ RKS 2026 


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