11.8.25

AUGUSTNACHT

 


Es dringt ein bleiches Strahlen

aus sterngetränktem Raum. —

Der Mond kennt keine Qualen,

und Leid ist ihm nur Schaum. 


Rings wie im Schlafe schweigen

die Linden um mich her,

vom Rauschen müde neigen

sich Äste blätterschwer. 


Nur manchmal, wie in Träumen,

erklingt ein leises Lied,

wenn schaurig zwischen Bäumen

der Nachtwind seufzend zieht. 


Mein Herz, von Ruh‘ durchzogen,

ist frei von Last und leicht,

geglättet sind die Wogen,

und alles Stürmen weicht. 


Nur manchmal regt recht leise

sich doch der alte Schmerz,

dann blickt zum Monde weise,

sich tröstend, auf mein Herz. 


© RKS 2019

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